Arme Leute Essen – oftmals die gesündere Variante

Wir kennen diese Gerichte aus allen Küchen, rund um den Globus.

Oftmals waren Produkte wie Buchweizen eine Mehlvariante für die armen Leute. Nicht teuer, wie das weisse Weizenmehl. Das gleiche gilt für Produkte in unseren Breitengraden wie Linsen, Gerste, Hafer oder viele Gerichte mit Kartoffeln und Kraut.

Sei es das Sauerkraut aus Weisskraut – ein Gemüse, dass auch in hohen Lagen gut wächst und auch kälteren Temperaturen strotz – war es in seiner eingelegten Form als Sauerkraut ein Vitaminlieferant für viele Menschen in Europa. Auch auf den grossen Segelschiffen der Entdecker und Weltumsegler hat es die Matrosen vor einer gefürchteten Krankheit geschützt – dem Skorbut. Das Vitamin C reiche Kraut, welches seine wertvollen Inhaltsstoffe auch als Sauerkraut behielt, schützte die Besatzungen der Schiffe for dieser Krankheit, die oftmals einen grossen Teil der Besatzung hinwegraffte. Einfach zu lagern und lange haltbar, war es eine wunderbare Lösung.

Auch die Pizzocheri Neri aus dem Valtelin oder dem Puschlav sind ein arme Leute essen. Die Teigwaren wurden aus Buchweizen gewonnen, dem wildwachsenden Korn, zu dem die Menschen Zugang hatten.

Ganz ähnlich sind die Kastanien in vielen Regionen der Schweiz, wie dem Tessin oder dem Bergell ein wichtiges Nahrungsmittel. Sie wurden unter anderem auch zu Mehl verarbeitet und daraus wurde Brot gebacken. Heute wissen wir über die gesunden Inhaltsstoffe der Kastanie, die insbesondere auch die Venenwände erheblich stärken und daher heute eine wertvolle Zutat für Arzneien sind.

In vielen Ländern des mittleren Ostens waren es diverse Hülsenfrüchte, wie die Fave Bohnen, die Kichererbsen oder Linsen die gut getrocknet werden konnten und nicht nur sättigend waren, sondern auch mit ihren Proteinen einen wunderbaren Fleischersatz ergaben. Denn was war in unseren Breitengraden und auch in anderen Ländern oftmals für arme Menschen fast unerschwinglich.

Auch das Kuschari aus Ägypten, dessen Rezept ihr in unserem Blog findet, ist bis heute in Ägypten ein sehr beliebtes Gericht. Bestehend aus Linsen, Reis und Nudeln mit einer scharfen Tomatensauce und mit gerösteten Zwiebeln ist es im Grunde genommen ein ähnliches Gericht wie die Älpler Makaronen in der Schweiz, die wir so sehr lieben und die in unterschiedlichen Kantonen anders zubereitet wurden.

Pasta hatten die Menschen in diesen Breitengraden aufgrund der Handelswege über die Alpen. Käse und Kartoffeln produzierten sie selber. Hinzu kamen je nach Region noch Speck oder Apfelmus.

Interessanterweise sind viele dieser armen Leute Zutaten die wertvolleren Lebensmittel für unseren Köper. Oftmals reich an Ballaststoffen und Vitaminen, waren und sind sie für den Körper und einen gesunden Darm unerlässlich.

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